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Jürgen Schmits

27 Feuerwehrangehörige trainieren am Institut der Feuerwehr NRW

Am Samstag, den 01.08.2026, machten sich bereits in den frühen Morgenstunden 27 Mitglieder der Feuerwehr Höxter auf den Weg zum Außengelände des Instituts der Feuerwehr NRW (IDF) in Münster. Schon um 6:00 Uhr starteten mehrere Einsatzfahrzeuge in Richtung Münster, um einen ganzen Tag intensiv für den Ernstfall zu trainieren.

Die Anreise ist lang und bedeutet für alle Beteiligten, einen großen Teil ihrer Freizeit zu investieren. Doch genau diese Bereitschaft zeichnet das Ehrenamt in der Feuerwehr aus: Zeit zu opfern, um das eigene Wissen und Können stetig zu erweitern – für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

Das Übungsgelände des IDF bietet ideale Voraussetzungen, um realitätsnahe Einsatzlagen unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Bereits unmittelbar nach der Ankunft arbeiteten die Besatzungen die erste Einsatzlage ab. Nach einer gemeinsamen Frühstückspause, die zugleich Zeit für den kameradschaftlichen Austausch bot, folgten drei weitere Stationen. So konnte jedes Fahrzeug bis zum Mittag alle vier Übungsszenarien erfolgreich absolvieren.

Die Übungslagen deckten ein breites Spektrum der Feuerwehrarbeit ab. So musste unter anderem eine mit einem ätzenden Gefahrstoff kontaminierte Person gerettet und erstversorgt werden. An einer weiteren Station galt es, eine verunglückte Person schonend aus einer Baugrube zu retten. Ein simulierter Wohnwagenbrand stellte die Einsatzkräfte vor die Herausforderung, mehrere Gasflaschen im unmittelbaren Gefahrenbereich zu berücksichtigen und gleichzeitig eine Brandausbreitung auf einen benachbarten Wohnwagen zu verhindern. Ein weiteres anspruchsvolles Szenario begann mit einem medizinischen Notfall eines Autofahrers, der anschließend mit einer Straßenbahn kollidierte. Der Pkw geriet in Brand, während der Rauch den Fahrer der Straßenbahn in seinem Führerstand einschloss.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen standen größere Einsatzlagen auf dem Ausbildungsplan. In zwei Zugübungen arbeiteten jeweils zwei Einsatzfahrzeuge gemeinsam komplexe Schadenslagen ab. Bei der ersten Übung war nach einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus eine Person vermisst, während eine weitere Person aufgrund der starken Verrauchung des Treppenhauses auf ihrem Balkon eingeschlossen war. Im zweiten Szenario musste ein ausgedehnter Zimmerbrand in einem Wohnheim bewältigt werden. Mehrere vermisste Personen mussten unter schwierigen Bedingungen gefunden und gerettet werden.

Doch nicht nur die vorbereiteten Einsatzlagen forderten die Kameradinnen und Kameraden. Im Laufe des Tages fiel eines der Einsatzfahrzeuge aufgrund eines technischen Defekts aus. Anstatt sich davon ausbremsen zu lassen, bewiesen die Teilnehmenden auch hier ihre Fachkompetenz. Gemeinsam wurde der Fehler lokalisiert und nach dem Austausch einer defekten Batterie war das Fahrzeug bereits wenige Stunden später wieder einsatzbereit. Ein schönes Beispiel dafür, dass Feuerwehrangehörige nicht nur im Einsatz, sondern auch bei unerwarteten Herausforderungen pragmatisch und lösungsorientiert handeln.

Ein wesentlicher Bestandteil des Ausbildungstages war die Nachbesprechung jeder einzelnen Übung. Gemeinsam mit den Ausbildern wurden die Einsätze offen analysiert, erfolgreiche Maßnahmen hervorgehoben und Verbesserungspotenziale besprochen. Dieser Erfahrungsaustausch hilft dabei, Abläufe kontinuierlich zu verbessern und das Gelernte in zukünftigen Einsätzen sicher anzuwenden.

Neben der fachlichen Weiterbildung stärkte der Tag auch den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr Höxter. Gemeinsames Lernen, gegenseitige Unterstützung und das Vertrauen ineinander sind wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Einsatz.

Ein solcher Ausbildungstag ist nur durch das Engagement vieler Beteiligter möglich. Stellvertretend für alle Teilnehmenden gilt ein besonderer Dank dem Planungsteam um Rainer Höppner, das die Organisation und Vorbereitung übernommen hat. Vor Ort sorgten Lars Wentker und Patrick Wichmann gemeinsam mit der Unterstützung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür, dass der Ausbildungstag erneut reibungslos durchgeführt werden konnte. Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden nun in die Ausbildung vor Ort einfließen und dazu beitragen, kommende Einsätze in Höxter noch sicherer und erfolgreicher zu bewältigen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die einen ganzen Samstag ihrer Freizeit investiert haben, um sich weiterzubilden. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich und zeigt eindrucksvoll, wie viel Herzblut unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte für die Sicherheit der Menschen in Höxter aufbringen. Der weite Weg nach Münster mag zunächst abschreckend wirken – die hervorragenden Übungsmöglichkeiten und die dabei gewonnenen Erfahrungen machen ihn jedoch mehr als wett. Denn jede investierte Stunde in Ausbildung und Übung kommt im Ernstfall den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt zugute.

Ich halte diese Version für runder als die ursprüngliche, weil sie nicht nur die Übungsszenarien beschreibt, sondern auch den eigentlichen Kern des Tages hervorhebt: Ehrenamt, Kameradschaft, Improvisationsfähigkeit und den Nutzen der Ausbildung für die Sicherheit der Bevölkerung. Dadurch wirkt der Beitrag persönlicher und vermittelt gleichzeitig Wertschätzung für alle Beteiligten.