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Thomas Kube

Neubau oder Sanierung? Feuerwehrgerätehaus Höxter auf dem Prüfstand – Hohes Einsatzaufkommen für die Freiwillige Feuerwehr Höxter

Höxter (TKu). Auf der Jahreshauptversammlung des Löschzuges Höxter am vergangenen Wochenende hat Bürgermeister Daniel Hartmann eine weitreichende und historische Entscheidung angekündigt: Die Stadt Höxter lässt die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses in der Kernstadt durch eine Machbarkeitsstudie prüfen. Hintergrund ist der deutlich sanierungsbedürftige Zustand des 1974 errichteten Gebäudes am Petriwall, das baulich, energetisch und funktional nicht mehr heutigen Anforderungen entspricht. Trotz einzelner Modernisierungen habe sich ein erheblicher Investitionsstau gebildet, zudem weise der Brandschutzbedarfsplan klare Defizite bei Raumangebot, Abläufen und Erweiterungsmöglichkeiten aus. Untersucht werden sollen zwei Optionen: eine umfassende Sanierung oder ein Neubau am bestehenden Standort. Die Studie wird von einem erfahrenen Planungsbüro aus Ibbenbüren erstellt, wobei die Feuerwehr eng eingebunden werden soll. Ergebnisse werden für Herbst 2026 erwartet; anschließend soll die Politik entscheiden. Hartmann betonte, es gehe um eine nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Lösung statt weiterer Provisorien. Unterstützung kam auch von Löschzugführer Steven Noble, dem Ortsausschussvorsitzenden Ralf Dohmann und Wehrleiter Jürgen Schmits, die die Notwendigkeit im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung unterstrichen. Weiterhin blickte der Löschzug Höxter während seiner Jahreshauptversammlung auf ein außerordentlich arbeitsreiches Jahr 2025 zurück. 

Gruppenfoto v.l.: Ralf Dohmann, Stefan Fellmann, Uwe Hütte, Manfred Böttcher, Jürgen Kasten, Stefan Schlothane, Sophie Kube, Torben Kampelmann, Sabrina Heidrich, Julian Manz, Lilly Beverungen, Georg Beverungen, Heinz Kube, Jürgen Schmits, Albert Henne, Steven Noble und Daniel Hartmann

Mit insgesamt 359 geleisteten Gesamtaktivitäten war nahezu an jedem Tag des Jahres ein Engagement der Einsatzabteilung zu verzeichnen. Den Schwerpunkt bildeten dabei 284 Einsätze, ergänzt durch 24 Übungen, 12 Fahrerausbildungen, 12 Führungskräftebesprechungen sowie 27 Sonderdienste. Die Einsätze selbst unterteilten sich in 49 Brandeinsätze, darunter drei Großbrände und drei überörtliche Einsätze, 46 Fehlalarme sowie 189 technische Hilfeleistungen, darunter 63 Einsätze mit „Menschen in Notlage“ und 19 Verkehrsunfälle. Darüber hinaus engagierten sich viele Kameradinnen und Kameraden noch über das statistisch Erfasste hinaus: Neben der Teilnahme an Lehrgängen und Fortbildungen wurden auch zahlreiche kameradschaftliche Veranstaltungen durchgeführt, die den Zusammenhalt und die Leistungsfähigkeit des Löschzuges nachhaltig stärkten, wie es Löschzugführer Steven Noble erklärte bei der Verlesung seines Jahresberichtes. Die Einsatzzahlen blieben hoch, doch der Löschzug arbeite zuverlässig laut Noble, was das Ergebnis von Pflichtbewußtsein, Zusammenhalt und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sei. Laut Dezernatsleiter Stefan Fellmann stehe die Ausnahmegenehmigung zur Vorhaltung einer hauptamtlich besetzten Feuerwehrwache erneut auf dem Prüfstand. Mit einer Entscheidung der Bezirksregierung Detmold werde in den kommenden Monaten gerechnet. Als Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz sind im Rahmen der Versammlung verdiente Feuerwehrleute geehrt und befördert worden. Eine besondere Auszeichnung erhielt Stadtbrandinspektor Albert Henne von Bürgermeister Daniel Hartmann verliehen. 

Er wurde mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Gold für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Das Landesabzeichen in Gold für 35 Jahre aktiven Dienst erhielt Unterbrandmeister Tobias Gröne und das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst verlieh Hartmann an den Unterbrandmeister Stefan Schlothane. Für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr geehrt wurde der Alterskamerad Horst Beineke mit dem Sonderabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes in Gold. Ebenfalls das Sonderabzeichen der Verbandes in Gold für ihre 50-jährige Feuerwehrmitgliedschaft verlieh der Leiter der Feuerwehr, Jürgen Schmits, an den Brandoberinspektor Georg Beverungen, an Hauptbrandmeister Manfred Böttcher, Unterbrandmeister Jürgen Kasten sowie an Unterbrandmeister Klaus Henniges und Hauptbrandmeister Christian Schuster. Das Sonderabzeichen in Silber für 40 Jahre Feuerwehrmitgliedschaft ging an Hauptbrandmeister Heinz Kube und das Bronzeabzeichen für 10 Jahre aktiven Dienst erhielt Oberfeuerwehrfrau Lilly Beverungen. Folgende Beförderungen wurden ausgesprochen: Torben Kampelmann zum Unterbrandmeister, Thorsten Stamm zum Oberfeuerwehrmann, Niklas Hüttig zum Feuerwehrmann sowie Sabrina Heidrich und Sophie Kube zu Feuerwehrfrauen. Zum ehrenamtlichen Gerätewart ernannt wurde Unterbrandmeister Julian Manz. Nach erfolgreicher Teilnahme an den Leistungswettkämpfen wurden folgende Leistungsabzeichen vergeben: Gold „30“ für Stadtbrandinspektor Rainer Höppner und Unterbrandmeister Uwe Hütte. Gold auf rotem Grund: für Stefan Schlothane, Silber: für Torben Kampelmann und Bronze für die Feuerwehrfrauen Sabrina Heidrich und Sophie Kube.

Fotos: Thomas Kube